Projekt Moria

Projekt-News zu „Moria“

Im ersten Halbjahr 2018 sind über 40.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet. Mehr als 1.000 haben ihre Flucht nicht überlebt und sind vor den Küsten ertrunken. Die es geschafft haben, leben in überfüllten Flüchtlingscamps wie in Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Dieses ist für 3.000 Menschen ausgerichtet, inzwischen sind dort aber über 6.500 Männer, Frauen und Kinder untergebracht.

Dr. Christoph Zenses ist regelmäßig ehrenamtlich dort und betreut die Menschen medizinisch. Täglich werden zwischen 60 und 70 Patienten behandelt. Es fehlt an allem: Weder EKG noch ein Ultraschall-Gerät sind vorhanden, selbst Medikamente und Verbrauchsmaterial wie Verbände und sind Mangelware. Die Menschen in Camp Moria leiden an den Folgen ihrer Flucht wie Gewalt, Folter und Vergewaltigungen sowie an Krankheiten, die auf die Lebensumstände im überfüllten Camp zurückzuführen sind.

Die persönlichen Eindrücke von Dr. Christoph Zenses machten klar: Hier müssen, hier wollen, hier können die Solinger helfen. Das Projekt „Solingen hilft Moria“ war geboren. Solingen hilft will hier helfen:

  • mit der Finanzierung von dringend benötigten medizinischem Equipment
  • durch die Unterstützung von Freiwilligen, die im Camp Moria ehrenamtlich arbeiten wollen
  • durch die Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse im Camp Moria

Mit Ärzten aus dem Solinger Ärztenetzwerk solimed, den Spenden des Neujahrskonzertes des Orchestervereins Solingen 1910 e.V., privaten Unterstützern und Unternehmen sowie dem Friedensdorf International ist der Grundstein für die Hilfe gelegt. Dennoch braucht Solingen hilft Ihre Unterstützung, um die medizinische Versorgung der Menschen im Camp Moria zu verbessern.

Im März 2019 wird Dr. Zenses zum zweiten Mal in Kooperation mit Medical Volunteers International auf Lesbos im Einsatz sein.

Fotos: Till Gläser, Medical Volunteers International