Moria

Podiumsdiskussion mit Tim Röhn: „Wo sind unsere Grenzen?“

Am 12. November 2019 wird der Journalist Tim Röhn mit Dr. Christoph Zenses und Superintendentin Dr. Ilka Werner unter der Überschrift „Wo sind unsere Grenzen?“ im Zentrum für Verfolgte Künste darüber sprechen, was die EU für Menschen auf der Flucht tun kann und muss.

Der gebürtige Solinger Tim Röhn arbeitet als freier Reporter für die „Welt“ und „Welt am Sonntag“ und ist im Rahmen seiner Recherchen mehrfach entlang der Routen gereist, auf denen Menschen unterwegs nach Europa sind, auf der Suche nach einem besseren, sicheren Leben. Röhn kritisiert, dass den Betroffenen falsche Hoffnungen gemacht würden anstatt Lösungen vor Ort zu suchen.

Auch Dr. Christoph Zenses sagt, dass wir durch Hilfseinsätze wie im Camp Moria nicht die Probleme lösen, die auf EU-Ebene und in den Herkunftsländern gelöst werden müssen, aber das entbinde uns nicht von der Pflicht, eine menschenwürdige Behandlung der Hilfesuchenden zu gewährleisten.

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hatte sich kürzlich für ein stärkeres Engagement in der Seenotrettung ausgesprochen und will sich dafür einsetzen, dass sich die Stadt Solingen offiziell dem Bündnis der „Sicheren Häfen“ anschließt. Superintendentin Dr. Ilka Werner betont: „Wer anderen die Würde und das Recht auf Leben nimmt, setzt damit die eigene Würde und das eigene Lebensrecht auf Spiel. Menschenrechte und auch die Grundrechte des Grundgesetzes sind unteilbar: Sie gelten allen – oder am Ende niemandem.“

Der Abend wird von Uli Preuss moderiert.

Solingen hilft e.V. lädt ein:

12. NOVEMBER 2019
19.30 Uhr im Kunstmuseum Solingen
Wuppertaler Str. 160, 42653 Solingen. Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter info@solingen-hilft.de oder Tel.: 0212 / 79772